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unser Bestreben


Durch unser persönliches Engagement, dem vielfältigen, hochqualitativen Angebot an Eigenbauweinen und traditionellen Spezialitäten, sowie persönlicher Festgestaltung, möchten wir unseren Gästen einen unvergessenen Abend bereiten.
 

 
Familiengeschichte


Toni Märzweiler sen. erkannte gleich nach dem Erwerb des "Streiterhofes", der baufällig und renovierungsbedürftig war, das Potential des 500 Jahre alten Gebäudes. Seine Liebe zum Weinbau schlummerte auch schon lange in ihm und mit der Weinhauerstochter Elfriede Breinschmid an seiner Seite machte er sich auf den Weg: Das Haus wurde renoviert und mit viel Liebe und Gefühl stilecht zu einem Heurigenlokal adaptiert.

Heute ist der Betrieb schon in den Händen der nächsten Generation. Anton Märzweiler jun. ist mit Herz und Seele Weinbau- und Kellermeister. Ehefrau, Schwester und Mutter sorgen für das leibliche Wohl der Gäste und dass rundherum alles klappt.
 

 
historisches
vom Streiterhof


Der Streiterhof ist einer der geschichtsträchtigsten Höfe von Baden, in der Badener Stadtchronik wurde das Gebäude bereits
1446 als "Streyterhof" bezeichnet.

Die Bausubstanz des Streiterhofes geht zurück bis in das 14. Jhdt. Der Keller ist weitgehend unverändert geblieben und zeigt Gewölbe und Fußboden aus der Spätgotik. Der restliche Bau wurde im Laufe der Zeit öfters umgebaut und den diversen aktuellen Stilrichtungen angepasst, z.B.: zeigt ein 1676 aus der Vogelperspektive gemaltes Bild (Original im Stift Melk) das Haus mit drei Giebeln (war im Mittelalter modern). Ebenso hatte unser jetziger Schankraum einmal ein Gewölbe, später, wahrscheinlich um 1800 wurde die jetzige Holzdecke eingezogen. Die letzten großen baulichen Veränderungen fanden laut Aufzeichnungen und Originalplänen im Jahre 1801 statt. Seither blieb das Haus äußerlich unverändert.

Der Hausname leitet sich von der Familie "Streyter" ab, die im 15. Jahrhundert große Bedeutung in Baden hatte. Unter anderem hat diese Familie ein Jahrhundert lang den Badener Stadtrichter gestellt. Schon zu dieser Zeit war der Streiterhof ein "Freihof". Freihof heißt: dieser Hof gehörte nicht zum Gutsbesitz der adeligen Herren von Leeversdorf, nach denen auch der Ort benannt wurde, sondern war Eigentum von Bürgerlichen oder Kleinadeligen. Dies trifft auch auf den zweiten Freihof von Leesdorf – den "Althof" zu (heute Kaiser-Franz-Josef Schule, Ausbildung für Ergotherapeuten ).

Der Hof wechselte im Laufe der Jahrhunderte öfter den Besitzer, 1617 wurde die Herrschaft Leesdorf durch das Stift Melk angekauft, im gleichen Jahr kaufte das Stift Melk den Freihof Streiterhof dazu.

Ab diesem Zeitpunkt bis ca. 1900 wurde der Streiterhof von geistlichen Herren geführt und diente zur Verwaltung der Besitzungen des Stiftes Melk in der Umgebung (Traiskirchen, Guntramsdorf, Leesdorf, Sooß, Gainfarn).

Der Streiterhof wurde zusätzlich als Leeshof für die Stifts-Weingärten vom ganzen Bezirk geführt. Die Weingärten wurden von Weinhauern bearbeitet, die zur Abgabe des Zehents verpflichtet waren. Der Zehent, eine bestimmte Menge der Traubenernte, wurde hier übernommen, gemessen und aufgezeichnet.

Gepresst wurde die Weintrauben im Presshaus, mit der ca. 300 Jahre alten Weinpresse, die auch heute noch hier zu bewundern ist. Der Wein wurde faßweise zum Stift Melk zum Weiterkauf bzw. Eigenbedarf gebracht. Diese wirtschaftliche Bedeutung des Streiterhofes dauerte bis 1848.

Im Laufe der Zeit veränderte sich die politische und wirtschaftliche Situation, das Gut Leesdorf wurde kleiner. (die Leibeigenschaft wurde aufgehoben, 1848 wurden die Bauern im Zuge der Revolution von Zehent und Robot befreit).

Ab 1900 hat das Stift Melk die Verwaltung im Streiterhof aufgegeben und den Streiterhof gemeinsam mit dem Gut Leesdorf-Maierhof weiterverpachtet (heutige Pfarre St. Josef zu Leesdorf, auf einem weiteren Teil steht die neue Bezirkshauptmannschaft - der Wehrturm ist als einziger Bauteil noch erhalten).

Anton und Elfriede Märzweiler pachteten die beiden Güter ab 1959 vom Stift Melk, 1966 schließlich wurde der baufällige Streiterhof erworben. Der Maierhof wurde später von der Pfarre übernommen.

Ab 1966 erste dringend notwendige Renovierungen. Im Jahr 1968 wurde mit dem Ausbau zu einer Buschenschänke unter Erhaltung der alten Bausubstanz und Berücksichtigung der traditionellen Techniken begonnen. Dies traf in den "70-er" Jahren weitgehend auf Unverständnis und wurde teilweise auch belächelt.

Unser oberstes Gebot war, den alten Hof mit seinem Flair und seiner Geschichte für unsere Gäste zu erhalten. Am 20. März 1970 öffnete der Streiterhof erstmals als Buschenschänke seine Pforten.


Kontakt


Tel.: 02252/80253
Fax: 02252/49023
e-mail: office@streiterhof.at